Warum Tierportraits?

Wie ich zu den Tierportraits kam

Ich bin mit Tieren aufgewachsen. Nicht nur mit einem, nein, wir hatten damals ungefähr 20 verschiedene Tiere. Vor allem Katzen, aber auch immer 4 – 5 Hunde, Meerschweinchen, Kaninchen, Sittiche, Kanarienvögel, zeitweise sogar einen Polarfuchs und ein paar Tauben.

Natürlich drehten sich meine Kinderzeichnungen hauptsächlich um meine tierischen Freunde. Im Laufe meines Erwachsen-Werdens wurde meine tierische Begleitung zwar weniger, aber die Begeisterung für Tiere blieb. Da auch die Begeisterung für das Zeichnen blieb, waren Tiere weiterhin sehr häufig meine Zeichenopfer.

Schon mit 18 oder 19 hatte ich großartige Tierzeichnungen im Internet gesehen, die mich tief beeindruckt hatten. Sie spornten mich an, immer besser zu werden und nicht aufzugeben, wenn einmal eine Zeichnung nicht gelang. Und das waren viele, viele Zeichnungen, die ich als „nicht gelungen“ frustriert zur Seite legte.

Eines Tages zeichnete ich dann erstmals ein voll ausgearbeitetes Tierportrait. Ich war fasziniert. Die Wirkung war – im Gegensatz zu meinen sonstigen Skizzen – umwerfend und ich merkte, dass ich eine Art bisher verborgenes Talent entdeckt hatte. Der Blick, die Haltung, alles zeigte den Charakter der Hündin, die ich dort portraitierte und ich war stolz und merkwürdig berührt.

Pastellkreiden-Zeichnung der Pudelmix-Dame Bonnie
Bonnie, das biestige Pudelmix-Mädchen meiner kleinen Schwester. Immer zu einem Biss bereit und dabei so niedlich guckend.

Eigentlich war diese Pastellkreiden-Zeichnung nur ein Weihnachtsgeschenk für meine kleine Schwester. Doch bei der Galerie, bei der ich sie rahmen ließ, wurde die Galeristin auf mich aufmerksam und fragte mich, ob ich bereit sei, mit ihr zusammen zu arbeiten. Fortan stand dann eine Zeichnung von mir in ihrem Schaufenster und Interessierte konnten eine Zeichnung ihres eigenen Tieres bestellen.

Der Schritt ins Web

Schnell richtete ich mir meine eigene Email-Adresse ein, nur für die Aufträge. Dann folgte ein paar Monate später meine erste, noch komplett selbst geschriebene Website. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich meinen ersten eigenen Auftrag.

Farbstift-Zeichnung einer schwarzen Katze
Katze Mara, mein erster Internet-Auftrag

Jetzt zeichnete ich viel, denn meine Website brauchte ja schließlich auch Bilder. Eine Kunstseite ohne Bilder … das sah doch relativ lächerlich aus. Und je mehr ich zeichnete, desto besser wurde ich und desto mehr stieg meine eigene Faszination für Tierzeichnungen.

Warum Tierportraits?

Aus einem Interesse wurde eine Möglichkeit Geld zu verdienen und daraus wurde Faszination. Auf einer ganz tiefen Ebene. Inzwischen verbringe ich viel Zeit damit – mehr, als ich mir jemals hätte vorstellen können – neue Vorlagenfotos zu schießen, mir fremde Tierportraits anzusehen, mir zu überlegen, was ich verbessern könnte und alles in allem mich beständig mit der Kunst der Tierzeichnungen zu beschäftigen.

Selbst wenn ich einmal eine Woche oder einen Monat kein einziges Tierportrait vollende, bleiben meine Gedanken dabei.

Warum also Tierportraits? – Wie nicht!

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