5 Gründe, warum du mir kein Handyfoto als Vorlagenfoto schicken solltest

Gute Vorlagenfotos sind für ein schönes Tierportrait immens wichtig. So wichtig, dass ich einen zweiten Blogartikel für angebracht hielt.

In meinem vorangegangenen Blogartikel „Was du für das perfekte Tierportrait über Vorlagenfotos wissen solltest“ habe ich geschrieben, dass nur ca. 3 % der Handyfotos als Vorlagenfotos geeignet sind.

In diesem Artikel zeige ich an Bilderbeispielen die Probleme mit Handyfotos.

Damit es spannend bleibt, ist der wichtigste Grund am Ende aufgeführt 😉

 

1. Fehlende Schärfe

Die meisten Handyfotos sind nicht scharf. Der Fokus stellt sich nicht schnell genug ein. Und Tiere sind schnell.

Selten hält ein Tier lange genug still. Selbst mit guten Digitalkameras sind ca. 60 % der Tierfotos „Verhau“.

Die meisten meiner Tierfotos lösche ich direkt wieder. Sie sind unscharf durch die Bewegung. Oder das Tier guckt komisch etc. etc.

Bei Handyfotos ist die Schärfe schon bei unbewegten Objekten ein Problempunkt. Bei bewegten Objekten wird sie noch katastrophaler.

Unscharfes Foto

2. Der Schnappschusscharakter

Die meisten Handyfotos entstehen als Schnappschuss. Eine niedliche Situation, die festgehalten wird.

Doch Schnappschüsse sind zwar schön oder niedlich, als Vorlage normalerweise aber nicht geeignet.

Bei Handyfotos wird meist nicht auf die Perspektive geachtet. Dadurch wirken sie verzerrt. Das Tier wird nicht aus seiner Augenhöhe heraus fotografiert.

Die ständige Verfügbarkeit des Handys als Kamera resultiert oft in einer geringeren Achtsamkeit beim Fotografieren.

Die meisten Handyfotos sind vom Motiv her also nicht geeignet! (Natürlich gibt es Ausnahmen!)

Schnappschuss

3. Schlechte Kontraste

Die überwiegende Mehrheit der Handyfotos weist schlechte Kontraste auf. Das macht das ganze Bild undeutlich.

Und für eine Vorlage sind gute Kontraste wichtig. Kontraste lassen das Bild lebendig wirken. Eine lebendig wirkende Vorlage ermöglicht eine lebendig wirkende Tierzeichnung!

Je schlechter die Lichtverhältnisse sind, desto schlechter sind die Handyfotos. Auch mit Blitz! Dann sind meist nur zusätzlich überbelichtet!

Schlechter Kontrast

4. Falsche Farbwiedergabe

Dieses Problem besteht auch bei Digitalkameras. Handyfotos sind dennoch häufiger davon betroffen.

Die Farben werden verfälscht wiedergegeben. Und dann zeichne ich sie natürlich falsch! Ich kenne dein Tier nicht.

Ich muss zeichnen, was das Foto zeigt! Und gerade Blitzlicht verfälscht die Farben vollkommen.

Nicht nur die Augen leuchten dann unnatürlich. Auch die gesamte Fellfarbe verliert ihre natürliche Farbe. Schon der Unterschied zwischen Kunst- und Tageslicht ist frappierend.

Am schlimmsten sind mit Blitzlicht aufgenommene Handyfotos. Da ist die richtige Farbwahl ein einziges Rätselraten!

5. Sie sind zu klein

Hier kommt der wichtigste Grund: Handyfotos sind schlicht zu klein! Viel zu klein!

Um ein atemberaubendes Tierportrait zu zeichnen, brauche ich eine exzellente Vorlage. Auf der sollten die Details zu erkennen sein.

Und zwar in der Größe, in der die Zeichnung gezeichnet werden soll! Dh. eine Vorlage für ein Tierportrait in Din A3 sollte in Originalgröße mindestens doppelt so groß sein wie ein 17-Zoll-Monitor.

Das sind locker 3500 – 5000 Pixel auf der langen Seite! Je größer, desto schärfer ist die Vorlage. Desto mehr Details sind sichtbar …

Handyfotos sind im Vergleich winzig. Sie bringen es – mit viel Glück! – auf 800 Pixel auf der langen Seite.

Dh. ich kann ein perfektes Handyfoto mit bildfüllendem Tierportrait gerade einmal für eine Din A5-Zeichnung verwenden!

Um das einmal zu verdeutlichen, bilde ich hier meine Katze Sabeth bildfüllend im Handyformat ab.

Gutes Handyfoto

Du siehst, in der Originalgröße ist es für Din A5 geeignet. Würde ich es vergrößern (zB. auf Din A4), würde es bereits pixelig werden.

Die meisten Fotos zeigen das Tier nicht als Portrait & bildfüllend. Das Foto oben war das Optimum.

Hier noch einmal dieselbe Katze. Diesmal von weiter weg und kein Portrait. Du siehst den Unterschied.

schlechtes Handyfoto

Sabeths Gesicht ist kaum zu erkennen. Und davon jetzt ein Din A4 oder Din A3-Portrait? Gucken wir es uns einmal in der Vergrößerung an.

Vergrößerung schlechtes Handyfoto

Du siehst, dass du nichts siehst … Das Foto ist für eine Portraitvorlage absolut ungeeignet. Nicht einmal in Din A5-Größe sind ausreichend Details zu erkennen.

Trotzdem bekomme ich alle paar Tage Anfragen mit solchen Vorlagenfotos! Die muss ich dann zu meinem eigenen Bedauern ablehnen.

Auch das schönste Tier ergibt keine schöne Tierzeichnung – wenn das Vorlagenfoto schlecht ist.

Fazit

Achte bei Vorlagenfotos auf hohe Qualität. Handyfotos sind in 97 % der Fälle ungeeignet!

Wenn du ein Top-Handybild hast, rechne damit: Größer als Din A5 wird die Zeichnung nicht werden!

Sicher verstehst du jetzt, warum Handyfotos für mich ein Graus sind 😉 Und warum ich sie in Zukunft nur noch bis maximal Größe Din A5 annehmen werde. WENN das Foto ansonsten eine gute Qualität hat.

Wunschkonzert zum Schluss

Du hast Ideen, Vorschläge oder Wünsche für weitere Blogartikel?

Du wolltest schon immer wissen, wie eine Hundenase oder ein Pferdeauge gezeichnet wird?

Deine Chance: Schreib mich an und die ersten drei Vorschläge werden in den nächsten Blogartikeln behandelt!

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