10 Gründe, warum du Künstler/in werden solltest – am besten heute noch!

Du liebst Kreativität? Du sprudelst vor Ideen? Die Details der Welt fallen dir ins Auge?

Wenn du noch nicht künstlerisch tätig bist, ist dies wohl nur noch eine Frage der Zeit!

In diesem Blogartikel gebe ich dir 10 (mehr oder weniger) vernünftige Gründe, warum du Künstler/in werden solltest!

Winternacht
Acrylbild „Winternacht II“

Die Reihenfolge ist dabei strikt zufällig gewählt 😉
Viel Spaß beim Lesen 🙂

1. Du lernst, deine Ideen umzusetzen!

Als Künstler/in lernst du immer neue Wege, deine kreativen Einfälle umzusetzen. Du schreibst Gedichte oder malst.

Oder du modellierst mit Ton. Drückst dich mit Tönen aus – oder mit Licht im Dunkeln.

Wenn du erst einmal künstlerisch tätig bist, fliegen dir die Möglichkeiten nur so zu. Du musst dann nur noch wählen.

Was ist am besten für deine Idee geeignet? Und was am zweitbesten? Und kann man das kombinieren?

Aquarellbild
Aquarellbild „Aubergine“

Deine Vorstellungskraft wächst in diesem Prozess. Du lernst, dir das fertige Resultat konkret vorzustellen.

Es dann im Geiste in ein anderes Medium zu transferieren. Drückt es immer noch deine Idee aus?

Diese Fähigkeit des „Problemlösens“ kannst du auch auf andere Lebensbereiche übertragen.

2. Du darfst mit komischen Hüten herumlaufen!

Als Künstler/in darfst du rund um die Uhr mit komischen Hüten herumlaufen. Es muss nicht immer die Baskenmütze sein.

Obwohl du mit der natürlich sofort als Künstler/in erkannt wirst. Aber auch jede andere Kopfbedeckung ist akzeptabel.

Je ausgefallener, desto besser! Als Künstler/in darfst du das ja schließlich! Da darfst du alles!

Acrylbild Großglockner
Acrylbild „Großglockner“

Ist das jetzt noch Kunst? Oder ist das schon verrückt? – Völlig egal! Kunst ist, was anders ist!

Als Künstler/in darfst du nicht nur anders sein, es wird sogar von dir erwartet.

„Ach, ich habe gehört, sie malt auch … “
„Der? Der ist doch Künstler!“

Schön blöd, wenn man das dann nicht ausnutzt! 😉 Wo ist dein Hut?!

3. Kunst ist frei!

In fast allen Bereichen des Lebens gibt es Regeln. Auf die Kunst trifft dies nicht zu.

Kunst ist frei. Die Kunst ist völlig frei! Du darfst einen grünen Baum mit violetter Farbe malen.

Du darfst ein rotes Auto mit grauem Bleistift zeichnen. Du darfst Marsmenschen auf Kühen reiten lassen.

Acrylbild "Farbgebirge"
Acrylbild „Farbgebirge“ (Blick in die Zillertaler Alpen)

Du bist wahrhaftig frei in der Kunst. Das war nicht zu allen Zeiten so. Umso mehr sollten wir es genießen.

Die Freiheit der Kunst kann uns auch geistig frei machen. Wer sich über jede „Kunstregel“ hinwegsetzt, wird zunehmend freier.

Das soll man so nicht zeichnen? Mach’s trotzdem! Genieß es, brich aus!

Kunst hat keine Regeln! Kunst kann keine Regeln haben! Kunst ist Kreativität und die stirbt mit Regeln!

Wenn dir jemand eine Regel aufstellen möchte – vergiss den Rat und am besten den/die Ratgeber/in gleich dazu!

Regeln sind in der Kunst zum Brechen da. Sei frei, genieß die Freiheit und am besten schnappst du dir jetzt gleich ein Blatt Papier und einen Stift!

Tierportrait einer Katze
Farbstiftzeichnung „Blaue Katze“

Und jetzt zeichne völlig regellos drauf los. Erinnere dich, wie du als Kind gezeichnet hast.

Papa war größer als das Haus, Mama hatte quietschgelbe Haare und der Hund sah aus wie eine überdimensionierte Kuh.

Aber das war okay. Zeichne heute noch einmal frei. Egal was. Aber Hauptsache, du brichst eine Regel, an die du dich normalerweise hältst.

Du zeichnest immer perspektivisch richtig? Mach es heute nicht! Zeichne krumm und schief!

Und genieße jeden Strich dabei 🙂

4. Als Künstler/in darfst du spät aufstehen und lange wachbleiben

Das ist für mich immer noch ein tolles Argument 🙂

Ich bin immer eine Nachteule gewesen. Als Künstlerin darf ich das natürlich 😉 schließlich muss ich ja exotisch und anders wirken.

Werde Künstler/in und genieße deine Nächte UND Tage. Frei von den Zeitnormen anderer.

Aquarellbild "Moor"
Aquarellbild „Moor im Regen“

Normale Tagesabläufe gelten für Künstler/innen nicht. Und das Schöne ist: Das wissen auch schon alle.

Da wirst du gar nicht schräger angeguckt, als du es ob deines Hutes eh schon wirst!

5. Du hast immer das passende Geschenk!

Egal zu welchem Anlass, alle freuen sich über Kunst als Geschenk. Als Künstler/in hast du immer das passende Geschenk.

Und wenn nicht, dann machst du es halt! Geschenke von Künstler/innen sind immer gern gesehen. Sie sind individuell und originell.

Hundeportrait
Pastellzeichnung der Hündin meiner Schwester, ein Geschenk

Das Portrait des Lieblingsdackel, die Eisenskulptur eines Fußballspielers für den Garten, die Verschönerung des Garagentores, das Gedicht zum 60. Geburtstag, … Die Möglichkeiten sind so unbegrenzt wie die Kunst selbst.

Nur auf eines dabei achten: Nimm für Bilder auf den letzten Drücker lieber keine Ölfarbe 😉

6. Du wirst nicht angebettelt!

Wenn du Künstler/in bist, gehen alle davon aus, dass du pleite bist. Das kann natürlich nervig sein. Aber auch praktisch.

Du brauchst dir keine Sorgen zu machen, dass du zur Kasse gebeten wirst bei Familienausgaben. Oma den Trip zum Nordpol finanzieren? Woher denn? Du bist ja nur Künstler/in!

7. Du kannst voll viel Kohle scheffeln!

Du brauchst nur ein bisschen Arbeitsmaterial und Zeit. Am besten verlegst du dich auf abstrakte Gemälde.

Mehr als 3 Striche pro Leinwand solltest du aus Kosten- und Zeitgründen aber nicht in Erwägung ziehen.

2 Striche reichen auch. Das ist das perfekte Geschäftsmodell. Wo sonst bekommst du für den Zeitaufwand so viel Geld?

Rechne dir das mal aus! Du musst eine Leinwand kaufen, das braucht ca. 30 – 60 Minuten. Du kannst sie aber auch bestellen! Das sind dann nur wenige Klicks!

Dann ein bisschen Farbe. Da reicht auch Abtönfarbe aus dem Baumarkt. Dann einen Pinsel (zur Not gehen auch die Finger).

Und jetzt einfach drauf los und das dann teuer verkaufen. Unter 2500 € sollte kein Bild weggehen 😉

Acrylbild "Wagendrischelhörner"
Acrylbild „Wagendrischelhörner mit kleinem Vollmond“

Okay, Spaß beiseite. Kunst ist tatsächlich eines der wenigen Betätigungsfelder, wo die Einkommensgrenze nach oben hin offen ist.

Nach unten hin leider auch.

Aber der Thrill bleibt einfach. Lande ich den Superhit? Wird mein Buch ein Bestseller? Schaffe ich es in eine angesehene Galerie? Werde ich da oder dort genommen? Was bringt mein Bild auf der Auktion? Gewinne ich den Kunstpreis?

Diese Spannung kann schon süchtig machen. Das ist nicht vergleichbar mit einem normalen 8-Stunden-Tag und Auszahlung am Ende des Monats.

Kunst ist immer auch ein bisschen wie Lotteriespielen. Und ja: Du KANNST damit Millionen machen.

Trau dich nur 🙂

8. Als Künstler/in bist du gleich interessanter!

„Ich bin Künstlerin.“ Das ist ein Satz, an den ich mich erst gewöhnen musste. So eindrucksvoll klingt er.

Und so beeindruckt sind meine Gegenüber. Und doch – ich BIN Künstlerin. Das bin ich nun mal.

Selbstportrait
Dry Brush-Selbstportrait

Und werde sofort anders wahrgenommen als vorher. (Wie war das noch mit dem Hut?!)

Künstler/in sein verleiht den Nimbus des Geheimnisvollen, des Interessanten und Spannenden. Künstler/innen werden allgemein nicht mit Langeweile in Verbindung gebracht.

9. Kunst zu machen kann eine Befreiung sein!

Ich glaube, wir werden als Künstler/in geboren – oder nicht.

Wer ein tiefes Bedürfnis danach verspürt, Kunst zu sehen, zu hören, sich an ihr zu laben – ist meist auch Künstler/in. Oft verkappt und nicht ausgelebt.

Oft aus dem Grund zurückgehalten, weil du vielleicht denkst, du bist nicht gut genug. Das ist nicht wahr! Wir sind alle gut genug.

Gut genug für die eigene Kunst. Ich kann nicht malen wie Picasso – und das möchte ich auch gar nicht. Picassos Stil gefällt mir gar nicht 😉

Ich male wie ich. Du malst wie du. Das ist nicht besser oder schlechter. Das ist eigen. Das sind wir.

Acrylbild "Matterhorn"
Acrylbild „Matterhorn“

Und ich habe es schon an Menschen erlebt, dass sie erst nur die Kunst anderer förderten. Und dann ging ihnen auf, dass sie eigentlich selbst Kunst MACHEN wollten.

Und dann dreht sich die Welt auf einmal in die richtige Richtung. Die Farben stimmen wieder. Die Töne werden anders …

Wenn du Kunst von anderen liebst – dann mach selber welche. Trau dich. Genieße es.

Du bist gut genug.

10. Kunst macht die Welt bunter!

Deine Kunst macht die Welt noch ein Stück bunter. Sie trägt deinen Teil der Farbigkeit bei. Kunst ist das Brot des Geistes.

Gute Bücher, schöne Bilder, Zierrat und Wandverschönerungen, Aufdrücke auf T-Shirts oder auf Laptops, Autoaufkleber oder Gedichte … Kunst ist überall und macht die Welt bunter. Wortwörtlich!

Beteilige dich daran und sei Teil dieser Farbigkeit. Und wenn dein Bild dann nur zwei weiße Lilien auf rotem Grund zeigt und in deinem Flur hängt – damit ist dein Flur ein Stück farbiger und individueller.

Acrylbild "Winterlandschaft"
Acrylbild „Winterlandschaft“

Stell dir die Welt einmal ohne Kunst vor. Und dann stell dir vor, jede Betonwand wäre verschönert. Mit farbenfrohen Bildern, die gute Laune machen.

Als Künstler/in machst du andere Menschen glücklich. Du bringst Farbe in ihr Leben. Oder schöne Klänge. Oder das Buch, was sie mit Genuss in der Badewanne lesen …

Das ist wertvoll. Und wenn du nur eine Person damit glücklich gemacht hast – das ist wertvoll.

Das allein ist schon ein Grund, Künstler/in zu werden 🙂

Fazit

Es gibt so viele Gründe, Künstler/in zu werden, wie es Künstler/innen gibt. Meist ist es ein inneres Brennen, was ausgelebt werden will. Oder muss.

Doch dieses innere Brennen wird oft unterdrückt. Höre einmal eine Weile auf dich. Willst du kreativ sein? Hast du Ideen?

Dann setze sie einfach um. Wenn du nicht zufrieden bist mit dem Resultat, dann zeige es einfach niemanden. Aber mach weiter 🙂

Bereichere die Welt mit DEINER Kunst. Drück deinen Fußabdruck in den Sand der Welt.

Ganz egal, ob ihn jemals jemand zu Gesicht bekommt. Er ist da. Deine Kunst ist da. Lebe sie aus.

2 Gedanken zu „10 Gründe, warum du Künstler/in werden solltest – am besten heute noch!“

  1. Ich habe sehr gelacht bei der Auflistung dieser Gründe! Sooo wahr! Und mal wieder habe ich eine Nacht zum Tag gemacht und meine (künstlerische) Freiheit genossen – natürlich mit Hut 😉
    Danke für diesen tollen Blog-Artikel! Und ich hoffe, es folgen weitere? Scheint hier auf diesem Blog ja recht ruhig zu sein, was ich schade finde 😉
    Vielleicht schreibst du ja mal die 10 Gründe, warum man keine Künstlerin sein sollte? Da gibt es ja auch viele … die sicher ebenfalls einen lustigen Artikel ergeben!

    1. Liebe Kathrin,
      es freut mich sehr, dass du das Lesen meines Blogs so genießt! Die Idee mit den 10 Gründen, warum du keine Künstlerin werden solltest, finde ich gut als weiteren Blogartikel 🙂 Kann passieren, dass ich den wirklich schreibe.
      Der Blog war wirklich sehr ruhig, das stimmt. Ich hoffe, ich kann es in Zukunft etwas anders machen und hier mehr Leben reinbringen!
      Schöne Grüße aus den Bergen,
      Jenny

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